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Saisonabschluss gegen Amberg geglückt

Am Samstagabend gelang den Regensburg Baskets auswärts gegen den TV 1861 Amberg im letzten Spiel der insgesamt zwölfte Saisonsieg. Trotz einer eher schwachen Wurfquote konnten die Regensburger das Oberpfalzderby am Ende deutlich mit 61:90 für sich entscheiden. Damit beendet Regensburg die Saison nun auf dem fünften Tabellenplatz der Basketball Bayernliga Mitte. Die Mannschaft blickt zurück auf eine nicht immer einfache Spielzeit, die nun durch einen starken Schlussspurt versöhnlich zu Ende gebracht wurde.

Während es im letzten Saisonspiel für Regensburg nur noch um die endgültige Platzierung im vorderen Mittelfeld der Tabelle ging, stand für den TV Amberg noch der Verbleib in der Liga auf dem Spiel. Demensprechend engagiert traten die Gastgeber zu Anfang auf und überraschten die Regensburger Mannschaft um Spielertrainer Thomas Mayer mit einer unangenehmen Zonenverteidigung. Gegen die weit absinkenden Amberger gab es zwar immer wieder offene Würfe, doch die Trefferquote ließ zu wünschen übrig. Amberg konnte im Gegenzug immer wieder durch Schnellangriffe scoren. So liefen die Baskets in den ersten Minuten einem Rückstand hinterher. Zur ersten Viertelpause lag Regensburg mit acht Punkten zurück.

Bereits im darauf folgenden Spielabschnitt konnten die Gäste aus Regensburg jedoch das Ruder herumreißen und Amberg in große Bedrängnis bringen. Die Ansprache des Trainers hatte gewirkt und zu einer deutlichen Steigerung des Einsatzes in der Defensive geführt, sodass die Hausherren kaum mehr einfache Wurfchancen bekamen. In der Offensive zeigte sich auf Seiten der Baskets nun auch deutlich die individuelle Überlegenheit. Coach Mayer konnte auf einen ausgeglichenen und talentierten Zwölf-Mann-Kader zurückgreifen. Einmal in Fahrt war Regensburg von Amberg nicht mehr zu stoppen und übernahm die Führung. Zur Halbzeit stand es 32:38.

Regensburg in der zweiten Hälfte das dominierende Team

Auch in der zweiten Halbzeit waren es die Gäste, die das Spiel bestimmten. Das gesamte Regensburger Team war nun auf Betriebstemperatur – Amberg dagegen war vielmehr kollektiv überfordert. Bei einer ausgewogenen Mannschaftsleistung stachen vor allem der wiedergenesene Franz Vilsmeier mit 12 Punkten und die Regensburger Stammkraft Johannes Heid mit 21 Zählern heraus. Beide trafen sowohl von der Dreierlinie, als auch am Brett gut und waren von der Amberger Verteidigung nicht zu stoppen. Regensburgs Starter auf der Centerposition Felix Eberhardt war zwar früh foulbelastet, steuerte aber ebenfalls 12 Punkte bei. Bei weiter konstant guter Defensivarbeit baute das Team von Trainer Mayer die Führung auf teilweise bis zu dreißig Zähler aus, vor dem letzten Spielabschnitt stand es 39:66.

Obwohl die Partie bereits entschieden war ließ Regensburg im vierten Viertel kaum nach. Souverän wurde der Vorsprung – nun zum Teil auch von den jüngeren Spielern in den Reihen der Baskets – über die Zeit verwaltet, ohne Amberg noch einmal herankommen zu lassen. Am Ende war es ein deutlicher 61:90-Pflichtsieg für die Regensburg Baskets. Spielertrainer Mayer konnte zufrieden sein mit seinen Jungs und sie mit einem guten Gefühl in die Sommerpause entlassen. Der TV 1861 Amberg dagegen ist wohl noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Dank der Niederlagen der Konkurrenz im Abstiegskampf belegen sie nun Platz zehn von zwölf der Liga. Ein besonders emotionaler Moment war das Ende des Spiels für den erfahrensten Spieler in den Reihen der Regensburger. Markus Höß, Forward und Dreierspezialist der Baskets und parallel Erfolgscoach der ersten Damenmannschaft, machte möglicherweise sein letztes Spiel in der Bayernliga und bedankte sich bei seinen Mitspielern für die tolle Saison.

Formhoch zum Ende der Saison

Auch Spielertrainer Mayer wandte sich an die Mannschaft und fand lobende Worte. Dabei sah es während der Saison nicht immer so aus, als ob man am letzten Spieltag zufrieden sein könnte. Als Absteiger aus der zweiten Regionalliga galt Regensburg als eines der besseren Teams der Liga. Dem wurde man gerade am Anfang der Saison nicht immer gerecht. Der Trainerwechsel, einige personelle Veränderungen und viele Verletzungen erschwerten den Liga-Alltag der Baskets. So verlor man unnötigerweise immer wieder auch Spiele, in denen man eigentlich individuell überlegen war. Erst gegen Ende der Saison fand sich die Mannschaft und konnte sechs der letzten sieben Spiele gewinnen. Zwar hatte man gegen Teams wie Augsburg oder den verdienten Meister aus Neumarkt kaum Chancen, doch im letzten Drittel der Saison zeigte Regensburg, welches Potential in der Mannschaft steckt.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Mannschaftszusammenstellung für die Spielzeit 2018/19 gestalten wird. Sollte der Kern der Truppe zusammen bleiben, so dürfen sich die Zuschauer in Regensburg auf eine aufregende Bayernliga-Saison freuen. Für dieses Jahr jedenfalls ist Trainer Thomas Mayer mit dem fünften Platz zufrieden, auch wenn man sicher etwas neidisch auf die Damenmannschaft blickt, die die Bayernliga-Meisterschaft nach Regensburg holen konnte. Nach der Begegnung war es Mayer besonders wichtig, seinen Dank an alle auszusprechen, die den Spielbetrieb in der Bayernliga erst ermöglicht haben. Dazu zählte er ausdrücklich „die Mannschaft, den Verein und alle Unterstützer, Zuschauer, Helfer und Freunde der Regenburg Baskets“. Nun dürften Mayer und seine Spieler sich aber vor allem auf die wohl verdiente Sommerpause freuen. Spannende Duelle und das ein oder andere Oberpfalzderby gibt es dann wieder ab dem Herbst.

 

Für Regensburg spielten:

Joha 4 Punkte, Caro Puentes 3 (1 Dreier), Heid 21 (5), Güttler 7 (1), Weigel 9 (1), Eberhardt 12, Vilsmeier 12, Schildbach 9 (1), Buder 3, Cristmann, Mayer 8 (2), Höß 2


Von: Webmaster Kategorie: Herren 17 15.04.2018 , 01.59 Uhr

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