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Historie der RT

Am 2. April 1957 fanden sich im Vereinszimmer der RT-Halle acht basketballbegeisterte Leichtathleten ein, um im Beisein vom damaligen RT-Hauptsportwart, Dr. Hans Hottner, die Gründung einer Basketball-Abteilung offiziell perfekt zu machen.Begonnen hatte allerdings alles schon ca. 10 Jahre früher, als sich - gefördert durch die Amerikaner in der GYA (German Youth Activities) - interessierte Sportler einfanden, um in Regensburg den Basketballsport einzuführen. Als allerdings nach einiger Zeit die GYA-Heime aufgelöst wurden, zerfiel die Mannschaft und übte zum großen Teil andere Sportarten aus.

Die beiden "Überlebenden", Hannes Haering und Hans-Stefan Rauch, konnten im Rahmen der Leichtathletikabteilung, die Basketball als Ausgleichssport im Training spielten, weiter dem orangeroten Ball nachjagen.Durch Mundpropaganda und Zeitungsnotizen sprachen sich die Basketball-Aktivitäten mit der Zeit herum, und als Giselher Dobberke, ein erfahrener Spieler und Trainer, der in Kassel bereits basketballerische Erfolge vorweisen konnte, aus beruflichen Gründen nach Regensburg kam und sich bereit erklärte, die Führung und Organisation der Sportler zu übernahmen, stand einer neuen RT-Abteilung nichts mehr im Wege.Den Grundstock bildeten im April 1957 also Giselher Dobberke, Hannes Haering, Hans-Stefan Rauch, sowie Klaus Guppenberger, Horst Heller, Dieter Hocke, Walter Rimsl, und Franz Röhrl.

Weiterer Spielerzuwachs war vorprogrammiert, und in der Saison 1957/58 starteten dir RTler in Ermangelung eines eigenen Bezirks in der Bezirksklasse Mittelfranken; dort schafften sie den direkten Aufstieg in die Landesliga, wo sie die darauffolgenden Jahre spielten. Es folgte die Gründung eines eigenen Bezirks Niederbayern/Oberpfalz und die Meldung einer 2. Herren-Mannschaft Mitte der 60er Jahre. 1972 folgte eine weiterer wichtiger Schritt in der Erweiterung der Abteilung: die Gründung eines Damen-Teams unter den Trainern Hans-Stefan Rauch und Dr. Wilhelm Neuner, die einen sportlichen Unterbau durch eine ebenfalls neu zusammengestellte weibliche Jugend, deren Verantwortlicher Walter Rimsl war, erhielt.

Einen sportlichen Höhepunkt gab es 1978, als die kontinuierliche Arbeit der Trainer in einem Doppelaufstieg der Damen und der Herren-Mannschaft (unter Trainer Edgar Selbmann) jeweils von der Bezirksliga in die Landesliga gipfelte, und die Leistungen der RT- Basketballerinnen im Bezirk und darüber hinaus viel beachtet wurden.

Im gleichen Jahr kämpfte eine von Dr. Wilhelm Neuner neu formierte weibliche B-Jugend erstmals um Punkte und war die Überraschung der Saison. Verlustpunktfrei wurde sie Meister der Liga und stellte mit Renate Friker und Michaela Rauch, die später für Post-SV Nürnberg sogar in der Bundesliga zum Einsatz kam, zwei Spielerinnen für die mittelfränkische Bezirksauswahl. In den folgenden Jahren etablierten sich die Damen in der Oberliga, die aus der Landesliga hervorging, während sich die Herren zur "Fahrstuhlmannschaft" zwischen Oberliga und Bezirksliga entwickelten. Durch wachsende Mitgliederzahlen konnten weitere Damen- und Herrenteams in unteren Ligen gemeldet werden. Vor allem aber wurde der Jugendbereich ausgebaut. Neben einer weiteren weiblichen Jugend nahm 1982 erstmals eine männliche B-Jugend am Spielbetrieb teil. Dies bildete den Startschuss für eine kontinuierliche Förderung von jugendlichen Basketballern in den 80er Jahren, wobei besonders Dr. Wilhelm Neuner durch außergewöhnliches Engagement v.a. den weiblichen Jugendbereich als wichtige Basis für langfristige Erfolge der Damenteams formte.

So kam es, dass 1990 die Basketball-Abteilung mit inzwischen 7 Mannschaften (2 Herren-, 2 Damen-, 3 Jugend-) am Spielbetrieb teilnahm, wobei die Damen zu dieser Zeit in der Regionalliga (dritthöchste Spielklasse Deutschlands) als ein Aushängeschild in Regensburgs Sportlandschaft gesehen werden konnten.

Die folgende stark steigende Beliebtheit der Sportart Basketball in der Bevölkerung - forciert auch durch den Sieg Deutschlands bei der Basketball-Europameisterschaft 1993 - brachte eine ständig wachsende Anzahl von neuen Mitgliedern (v.a. Jugendlichen) , die eine weitere Expansion der Basketball-Abteilung ermöglichte. 1994 war geprägt durch einen radikalen Schnitt in der Abteilungsführung. Auf Abteilungsleiter Edgar Selbmann, der seit den 60er Jahren in der Abteilung aktiv und (mit kurzen Unterbrechungen) 22 Jahre an der Spitze der Abteilung war, sich allerdings nicht mehr zur Wiederwahl stellte, folgte der Lübecker Kai Maertens.

Am 17.05.1996 übernahm mit Johannes Rauch wieder ein echtes "RT-Eigengewächs" die Abteilung, und die weitere Vorstandschaft wurde mit einer Mischung aus engagierten jungen Basketballern auf der einen und erfahrenen RTlern auf der anderen Seite besetzt.

Die neue Truppe ging von nun an verstärkt an die Öffentlichkeit und organisierte u.a. Streetball-Turniere und das jährlich im Mai stattfindende All-Star-Game, in dem sich die besten Spieler der Regensburger Basketball-Vereine, unterstützt durch Gastspieler, gegenüberstehen; dabei dürfen Show-Einlagen und Gewinnspiele mit Zuschauern nicht fehlen.

Das Jahr 1996 brachte der Abteilung ein neues sportliches Zuhause. Mit der Clermont-Ferrand-Halle im Westen Regensburgs erfüllte sich ein langersehnter Wunsch, dass alle Teams in einer Halle trainieren und spielen können; allerdings geschah der Umzug auch mit einem weinenden Auge, da die RT-Mehrzweckhalle am Oberen Wöhrd eine Spielstätte mit Tradition darstellte.

In der Spielzeit 1996/97 ging die RT bereits mit über 150 Mitgliedern in 11 Teams an den Start: Mit 3 Herren- & 2 Damenteam, männlicher A-/B-/C- und D-Jugend, weiblicher B-Jugend und den Minis konnte man sich die Abteilung abermals vergrößern.

Die Saison 2000/01 war im Herrenbereich, anders als bei den Damen, die nur knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten, leider alles andere als erfolgreich. Die Herren 1 in der Bezirksliga musste absteigen. In der Saisonpause kam es zu mehreren Gesprächen mit der SG Post/Süd Regensburg. Man kam zu dem Ergebnis, dass die Postler ihre Bezirksligarechte an die RT übertrugen, und gleichzeitig die meisten Spieler von der SG zur RT wechselten. Gleichzeitig konnte mit Kevin Decker ein junger, engagierter Trainer gefunden werden, der mit den Herren 1 in seiner 1. Saison gleich den Aufstieg in die Oberliga feiern durfte.

Leider gab es auch negative Entwicklungen. So musste die Regionalliga Damen noch vor Beginn der Ligarunde 2001/02 mangels Spielerinnen zurückgezogen werden. Willi Neuner beendete daraufhin sein langjähriges Engagement im Damenbereich endgültig.

In der darauffolgenden Saison 02/03 versuchte H1-Spieler Markus Höß mit den B-Jugend-Spielerinnen, sowie einigen Doppellizenzspielerinnen aus der Bezirksliga-Damenmannschaft aus Deckers Ex-Verein Langquaid, den Zusammenbruch des Damensektors zu vermeiden. Die Mannschaft erwies sich jedoch als zu jung für die Oberliga Damen und musste absteigen.

Die Herren 1 konnten jedoch glücklicherweise in ihrem 1. Jahr Oberliga die Liga halten. Decker schaffte seinen 2. Aufstieg für die RT mit der Herren 2. Somit war die Turnerschaft auch wieder in der Bezirksliga vertreten. Nicht minder spannend war die Saison 2003/04 – Deckers letzte für die RT. Trotz scheinbar besseren Kaders im Vergleich zum Vorjahr, kämpfte man wieder gegen den Abstieg, und man musste – um die Liga zu halten – 6 Spieltage vor Ende mit Stephan Hall erstmals einen bezahlten Amerikaner holen. Die Bezirksliga Herren belegte einen guten 4. Platz. Die Damen fingen sich wieder und konnten sich bis ins Bezirkspokalfinale spielen, wo sie allerdings gegen Schwandorf ausschieden.

Erneut musste ein Umbruch stattfinden, da es ja die Position des Herren 1 Trainers zu besetzen galt. Die Suche verlief unerwartet schwer und erst 5 Tage vor dem Beginn der Ligarunde in der 3. Oberliga Saison konnte der Posten mit Roman Gese besetz werden. Des Weiteren wurde eine Zusammenarbeit mit dem FC Tegernheim vereinbart, die, wie sich später herausstellte, von deren Seite sträflich vernachlässigt wurde. Zwar konnte trotz der Abgänge nach Tegernheim eine potentiell starke Mannschaft aufgestellt werden, doch aufgrund der fehlenden Vorbereitung war man schnell wieder in den Abstiegsrängen zu finden.

Wie auch immer, es reichte nicht mehr und so musste man notgedrungen mit nur 4 Siegen in den sauren Apfel beißen, und in die Bezirksliga Oberpfalz absteigen. Die Herren 2 traf dies ebenfalls, da sie den Platz für die H1 räumen musste, und ebenfalls abstieg.

Die Damen schafften es abermals nicht im Bezirkspokalfinale zu gewinnen (diesmal gegen den SV Stauf). Dennoch kann man feststellen, dass die Damen wieder Aufwind haben und einige der ehemals B-Jugendlichen, die in der Oberligasaison spielten, in das Team zu integrieren. Hinzu kommt, dass die RT - Damen nun auch einmal von den Problemen anderer Vereine profitieren darf, und nach der Auflösung der Tegernheimer Damen einige der Spielerinnen zu sich holen konnte.

In der Spielzeit 2005/06 zeichnet sich folgendes Bild ab: Insgesamt werden 14 Teams an den Start gehen, wobei die Herren mit 4 Senioren 1 und einer Senioren 2 Mannschaft den Hauptteil stellt.

Erstmals nimmt auch eine Mixedmannschaft am Spielbetrieb teil.

Zusätzliche vier männliche, sowie zwei weibliche Jugendmannschaft, die Damenmannschaft und die Minis machen einen Großteil der inzwischen über 200 Mitglieder aus.

Außerdem hat die RT, in persona Abteilungsleiter Thomas Dammrich, in Neutraubling einen Stützpunktverein errichtet, der sich besonders die Integration ausländischer Mitbürger zum Ziel gesetzt hat.

Nach einer eher Ernüchternden Saison wo die Herren 1 es gerade geschafft hat die Klasse zu halten und auch immer wieder andere Probleme auftraten, nur die Damen konnten die Saison positiv gestallten mit dem 2. Platz n der Bezirksliga und dem Bezirkspokalsieg, wird die RT nun im Spieljahr 2006/07 mit nur noch neun Mannschaften (3 Herren 1 Damen sowie 2 weibliche und 2 Männliche Jugendtems) den Spielbetrieb aufnehmen.

 

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